Elektrogrill

Elektrogrill richtig reinigen – Platten, Fettschale und Gehäuse

So bleiben Grillplatte und Beschichtung lange in Form

Nach dem Grillen ist vor dem Grillen: Ein sauberer Elektrogrill heizt gleichmäßiger, raucht weniger und hält deutlich länger. Weil Heizelement und Regler Strom führen, gelten bei der Reinigung aber andere Regeln als bei Holzkohle oder Gas. Hier erfährst du, wie du Platten, Fettauffangschale und Gehäuse gründlich säuberst, ohne die Antihaftbeschichtung oder die Elektrik zu beschädigen.

Lesezeit: ca. 5 Minuten 02.10.2026

Kurz erklärt:

Warum die regelmäßige Reinigung zählt

Fett und Marinadenreste brennen sich bei jedem Aufheizen tiefer in die Platte ein. Beim nächsten Grillen verkohlen sie, rauchen und geben einen bitteren Geschmack an Fleisch und Gemüse ab. Eine volle Fettauffangschale kann außerdem überlaufen oder zu qualmen beginnen.

Wer nach jedem Grillabend kurz sauber macht, spart sich das mühsame Schrubben. Angetrocknete Krusten lassen sich nur mit Kraft entfernen, und genau dabei leidet die Antihaftbeschichtung. Ist sie einmal zerkratzt, klebt das Grillgut fest und die Platte wird noch schneller schmutzig. Wichtig ist auch die Sicherheit: Heizelement, Regler und Kabel dürfen nicht nass werden. Mit der richtigen Reihenfolge reinigst du gründlich und schützt trotzdem die Elektrik.

Unser Tipp

Reinige die Platte, solange sie noch handwarm ist. Dann sind Fett und Rückstände weich und lassen sich mit Küchenpapier oder einem feuchten Tuch fast ohne Druck abwischen.

Bei Eingebranntem hilft Einweichen: Lege ein nasses Tuch oder feuchtes Küchenpapier für etwa 15 Minuten auf die abgekühlte Platte. Danach löst sich die Kruste mit einem weichen Schwamm.

✓ Das solltest du tun

Ziehe vor jeder Reinigung den Netzstecker und lass den Grill abkühlen. Nimm Platten und Fettauffangschale ab, wenn dein Modell das erlaubt, und spüle sie mit warmem Wasser, Spülmittel und weichem Schwamm. Trockne alle Teile gründlich ab, bevor du den Grill zusammensetzt.

X Das solltest du vermeiden

Tauche Heizelement, Regler und Kabel niemals in Wasser und halte das Gehäuse nicht unter den Wasserhahn. Verzichte auf Stahlwolle, Drahtbürsten, Metallschaber und Scheuermilch, denn sie zerkratzen die Beschichtung. Auch Backofenspray ist für antihaftbeschichtete Platten meist zu aggressiv.

Schritt für Schritt:

In drei Schritten zum sauberen Grill

Vom Ausstecken bis zum Zusammensetzen: Mit diesen drei Schritten reinigst du deinen Elektrogrill gründlich und schonend. Welche Teile abnehmbar sind und in die Spülmaschine dürfen, steht in der Anleitung deines Modells.

Ausstecken und abkühlen lassen

Drehe den Regler auf null und ziehe den Netzstecker. Lass den Grill abkühlen, bis die Platte nur noch handwarm ist. Wische grobe Reste und flüssiges Fett mit Küchenpapier ab. Ist der Temperaturregler steckbar, ziehst du ihn jetzt vom Gerät ab und legst ihn trocken zur Seite.

Platten und Fettschale säubern

Nimm Grillplatten und Fettauffangschale heraus. Gieße das Fett nicht in den Abfluss, sondern lass es fest werden und gib es in den Restmüll. Spüle die Teile mit warmem Wasser, Spülmittel und einem weichen Schwamm. Spülmaschinengeeignete Platten kannst du nach dem Vorwischen in die Maschine geben.

Gehäuse abwischen und trocknen

Wische Gehäuse, Griffe und Windschutz mit einem feuchten, gut ausgewrungenen Tuch ab. Feste Heizelemente reinigst du nur trocken oder leicht feucht. Trockne anschließend alle Teile sorgfältig ab und setze den Grill erst wieder zusammen, wenn Platten, Kontakte und Schale vollständig trocken sind.

Profi Tipps

Fest verbaute Platten richtig reinigen

Nicht bei jedem Elektrogrill lassen sich die Platten abnehmen. Bei fest verbauten Platten reinigst du direkt am Gerät und arbeitest mit wenig Wasser, damit nichts in das Gehäuse läuft.

Wische die handwarme Platte zuerst mit Küchenpapier ab. Gehe dann mit einem feuchten Schwamm und einem Tropfen Spülmittel über die Fläche und nimm den Schaum mit einem sauberen, feuchten Tuch auf.

Bei gerippten Platten kommst du mit einer weichen Spülbürste oder einem Holzspatel zwischen die Rillen. Zum Schluss reibst du die Platte mit einem trockenen Tuch nach.

Typische Fehler und clevere Kniffe

Der häufigste Fehler ist, die Reinigung auf den nächsten Tag zu verschieben. Kaltes Fett wird zäh, Marinade trocknet steinhart an und der Aufwand verdoppelt sich. Fünf Minuten direkt nach dem Essen sparen später eine halbe Stunde.

Gegen eingebrannte Krusten hilft eine Paste aus Natron oder Backpulver und etwas Wasser. Trage sie auf die kalte Platte auf, lass sie rund 30 Minuten einwirken und wische sie mit einem weichen Schwamm ab.

Hat dein Grill einen Deckel, kannst du die Platte dämpfen: nasses Küchenpapier auf die noch warme, ausgeschaltete Platte legen und den Deckel für einige Minuten schließen.

Lege die Fettauffangschale vor dem Grillen nicht mit Alufolie aus, wenn die Anleitung das nicht ausdrücklich erlaubt. Die Schale selbst ist schnell gespült.

Gusseiserne Platten ohne Beschichtung reibst du nach dem Trocknen hauchdünn mit Speiseöl ein, das schützt vor Rost.

Riecht der Grill beim Aufheizen verbrannt, sitzen meist Fettreste am Heizelement oder unter der Platte.

Hilfsmittel, Pflege und Lagerung

Für die Reinigung brauchst du kein Spezialmittel. Küchenpapier, ein weicher Schwamm, eine Spülbürste mit Kunststoffborsten, Spülmittel und ein Mikrofasertuch reichen völlig aus. Für gerippte Platten gibt es passende Schaber aus Kunststoff oder Holz.

Vor einer längeren Pause lohnt sich eine Grundreinigung: Platten, Schale, Windschutz und Gehäuse säubern, alles trocknen lassen und auch die Unterseite der Platten kontrollieren.

Lagere den Grill trocken und staubgeschützt, am besten mit Abdeckhaube oder im Karton. Wickle das Kabel locker auf und knicke es nicht, damit die Isolierung keinen Schaden nimmt.

Unsere Empfehlung für einen pflegeleichten Elektrogrill

Wie viel Arbeit die Reinigung macht, entscheidet sich schon beim Kauf. Am einfachsten sind Elektrogrills mit abnehmbaren Platten, die du im Spülbecken oder in der Spülmaschine säubern kannst. Bei fest verbauten Platten bleibt nur das vorsichtige Abwischen direkt am Gerät.

Achte außerdem auf eine herausnehmbare Fettauffangschale, eine hochwertige Antihaftbeschichtung und einen abziehbaren Temperaturregler. Glatte Platten sind schneller sauber als gerippte, dafür fehlen die Grillstreifen. Ein Gehäuse aus Edelstahl oder glattem Kunststoff ohne viele Fugen lässt sich nach dem Grillen mit einem Tuch abwischen.

Darauf kommt es an:

✔ Abnehmbare Grillplatten statt fest verbauter Flächen
✓ Platten und Schale für die Spülmaschine geeignet
✓ Herausnehmbare Fettauffangschale mit ausreichend Volumen
✓ Robuste Antihaftbeschichtung ohne tiefe Rillen
✓ Abziehbarer Temperaturregler schützt die Elektrik
✓ Glattes Gehäuse ohne schwer erreichbare Fugen