Pfannensets

Pfannenset richtig benutzen

Anbraten, Pflegen und Reinigen Schritt für Schritt

Ein Pfannenset bringt mehrere Größen in die Küche: die kleine Pfanne für das Spiegelei, die große für Bratkartoffeln oder Steaks. Trotzdem klebt das Bratgut oft an, oder die Beschichtung lässt schon nach wenigen Monaten nach. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du die passende Pfanne wählst, richtig vorheizt und anbrätst und deine Pfannen so reinigst und lagerst, dass sie lange halten.

Lesezeit: ca. 5 Minuten 11.10.2026

Kurz erklärt:

Warum die richtige Hitze entscheidet

Ob Bratgut eine schöne Kruste bekommt oder am Boden festhängt, entscheidet vor allem die Temperatur. Beschichtete Pfannen sind für mittlere Hitze gemacht: Sie braten Eier, Fisch und Pfannkuchen mit wenig Fett, vertragen aber kein langes Erhitzen auf höchster Stufe und schon gar nicht leer. Zu viel Hitze ist der häufigste Grund, warum eine Antihaftbeschichtung vorzeitig nachlässt.

Unbeschichtete Edelstahlpfannen funktionieren genau andersherum. Sie müssen richtig heiß sein, bevor Fleisch hineinkommt, sonst klebt es fest. Ist die Temperatur erreicht, bildet sich eine Kruste und das Bratgut löst sich nach kurzer Zeit von selbst. Wer weiß, welche Pfanne im Set welche Hitze braucht, bekommt bessere Ergebnisse und hat deutlich länger Freude an seinen Pfannen.

Unser Tipp

Wähle die Pfanne immer passend zur Kochzone. Ist die Pfanne deutlich kleiner als die Platte, werden Rand und Griff unnötig heiß; ist sie viel größer, brät das Essen in der Mitte schneller als außen.

Heize beschichtete Pfannen nur kurz bei mittlerer Stufe vor und gib das Fett früh dazu. So siehst du rechtzeitig, wann die Pfanne bereit ist.

✓ Das solltest du tun

Heize die Pfanne passend zum Material vor, nimm Bratgut rechtzeitig aus dem Kühlschrank und tupfe es trocken. Verwende hitzebeständiges Öl zum Anbraten und Pfannenwender aus Holz oder Silikon. Lass die Pfanne nach dem Braten abkühlen, bevor du sie spülst.

X Das solltest du vermeiden

Erhitze beschichtete Pfannen nicht leer auf höchster Stufe und schrecke keine heiße Pfanne mit kaltem Wasser ab, der Boden kann sich verziehen. Verzichte auf Messer, Metallwender und Scheuerschwämme in beschichteten Pfannen und staple sie nicht ungeschützt ineinander.

Schritt für Schritt:

So gelingt dir das Anbraten

Am Beispiel eines Steaks oder Gemüses aus der Pfanne siehst du, worauf es ankommt. Die drei Schritte gelten für jede Pfanne im Set, nur die Hitze passt du an das Material an.

Pfanne wählen und vorheizen

Nimm die Pfanne, in der das Bratgut nebeneinander Platz hat, ohne sich zu stapeln. Stelle sie auf die passende Kochzone und heize sie vor: beschichtete Pfannen bei mittlerer Stufe mit etwas Öl, Edelstahlpfannen etwas länger und zunächst ohne Fett. Tanzt ein Wassertropfen als Perle über den Edelstahl, ist die Pfanne bereit.

Anbraten und in Ruhe lassen

Gib Öl in die heiße Pfanne und lege das trocken getupfte Bratgut hinein. Jetzt brauchst du Geduld: Wende Fleisch erst, wenn es sich von selbst vom Boden löst. Fülle die Pfanne nicht zu voll, sonst kühlt sie ab und das Bratgut kocht im eigenen Saft, statt zu bräunen. Danach reduzierst du die Hitze.

Abkühlen lassen und reinigen

Lass die Pfanne nach dem Braten einige Minuten abkühlen. Spüle sie dann mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm. Angebratenes in Edelstahlpfannen weichst du kurz ein oder kochst es mit etwas Wasser los. Trockne die Pfanne gründlich ab, bevor du sie wegräumst.

Profi Tipps

Welche Pfanne für welches Gericht

Beschichtete Pfannen, ob mit klassischer oder keramischer Antihaftbeschichtung, sind die erste Wahl für alles, was leicht anhängt: Eier, Pfannkuchen, Fisch und Bratkartoffeln. Sie brauchen wenig Fett und mittlere Hitze.

Unbeschichtete Edelstahlpfannen spielen ihre Stärke beim scharfen Anbraten aus. Steaks, Bratwürste und Röstgemüse bekommen hier kräftige Röstaromen, und aus dem Bratensatz lässt sich direkt eine Sauce ziehen.

Bei den Größen gilt als Faustregel: 20 cm für ein bis zwei Eier oder eine Beilage, 24 cm für ein bis zwei Portionen, 28 cm für Familiengerichte und alles, was Platz zum Wenden braucht.

Typische Fehler und einfache Kniffe

Der häufigste Fehler ist zu viel Hitze. Eine beschichtete Pfanne, die leer auf höchster Stufe steht, überhitzt in kurzer Zeit. Schalte lieber eine Stufe niedriger und gib der Pfanne eine Minute länger.

Kaltgepresste Öle wie natives Olivenöl verbrennen beim scharfen Anbraten schnell und hinterlassen einen klebrigen Film. Nimm dafür raffiniertes Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Butterschmalz.

Klebt Fleisch in der Edelstahlpfanne, war sie meist noch nicht heiß genug oder du hast zu früh gewendet. Warte ab: Sobald sich eine Kruste gebildet hat, löst es sich von allein.

Salze Fleisch entweder direkt vor dem Braten oder erst danach. Liegt es gesalzen länger herum, zieht es Wasser und brät schlechter an.

Den Bratensatz in der Edelstahlpfanne kannst du mit einem Schuss Brühe, Wein oder Wasser ablöschen. So entsteht in zwei Minuten eine Sauce, und die Pfanne ist gleichzeitig fast sauber.

Lässt die Antihaftwirkung nach, liegt das oft an eingebrannten Fettresten. Reinige die Pfanne gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel und reibe sie danach dünn mit etwas Öl ein.

Zubehör, Lagerung und Backofen

Pfannenschoner aus Filz oder ein einfaches Küchentuch zwischen den gestapelten Pfannen schützen die Beschichtung vor Kratzern. Noch schonender ist das Aufhängen, viele Griffe haben dafür eine Öse.

Ein passender Deckel oder ein Spritzschutz lohnt sich, denn die meisten Pfannensets werden ohne Deckel geliefert. Oft passt ein vorhandener Topfdeckel mit gleichem Durchmesser.

Bevor eine Pfanne in den Backofen kommt, prüfe die Herstellerangabe. Die zulässige Temperatur hängt vor allem vom Griff ab: Modelle mit Kunststoffgriff vertragen oft nur wenig Hitze, Pfannen mit Edelstahlgriff deutlich mehr. Dasselbe gilt für die Spülmaschine, Handwäsche schont die Beschichtung.

Das passende Pfannenset finden

Überlege zuerst, was du am häufigsten brätst. Für Eierspeisen, Fisch und die schnelle Alltagsküche ist ein beschichtetes Set die unkomplizierteste Wahl. Wer gern Fleisch scharf anbrät und Saucen aus dem Bratensatz zieht, greift zu unbeschichtetem Edelstahl. Viele Küchen fahren mit einer Kombination aus beidem am besten.

Achte außerdem auf die Größen: Ein 2er-Set mit 24 und 28 cm deckt den Alltag der meisten Haushalte ab, ein 3er-Set bringt zusätzlich eine kleine 20-cm-Pfanne mit. Prüfe, ob der Boden zu deinem Herd passt, und ob du die Pfannen auch im Backofen nutzen möchtest.

Darauf kommt es an:

✔ Größen passend zu Haushalt und Kochzonen
✓ Beschichtet, unbeschichtet oder beides im Set
✓ Boden für deinen Herd geeignet, auch Induktion
✓ Backofentauglichkeit und zulässige Temperatur beachten
✓ Griffe stabil, angenehm und wärmeisoliert
✓ Reinigung: Spülmaschine oder lieber Handwäsche